Leere
von Destina
Diese Fotoserie knüpft an meine bereits zuvor vorgeführten Fotoserie mit dem Titel ,,Vergänglichkeit‘‘ an. Mit dieser Reihe möchte ich darstellen, was nach dem Vergangenen kommt, welche Spuren hinterlassen werden, wie die Leere gleichzeitig aber auch nicht nur räumlich zu verstehen ist, sondern auch ein innerliches, menschliches Empfinden darstellen kann. Nach all dem Tumult, alle den vergangenen Dingen kommen die Augenblicke der Ruhe, der Stille. Meine Fotografien sollen genau diese Aussage verdeutlichen. Was übrig bleibt ist der Raum, die Erinnerungen, die Gedanken an das, was einst mal war. Nun ist es aber nicht mehr, und man gerät in den Endlosen Strudel seiner eigenen Gedanken. Dies tut man so sehr, dass man eine endgültige Leere verspürt, erzeugt aus zu viele Emotionen und Gedanken. In letzter Zeit trage ich oft das Gefühl der Leere mit mir, hinterfrage mich, meine Taten, mein Sein. Äußerlich wirke ich zwar leise, jedoch bin ich innerlich laut was einen Kontrast unseres normalen Verständnisses unter dem Wort ,,Leere‘‘ widerspiegelt. Denn wir sehen sie als leise, leblos und eben leer. Sie füllt keinen physischen Raum, doch füllt sie den Raum in uns drinnen, den Raum welchen wir nicht beschreiben können. In diesem Prozess der letzten Zeit, durch die ich mit dieser inneren Leere gegangen bin habe ich gemerkt, dass die einzigen Dinge die mich vor dieser entkommen lassen das Geige spielen, die Fotografie wie auch das Schreiben sind. Letztere beiden kann ich gut kombinieren und mich ausdrücken, mich einfach frei ausleben. Diese Fotoserie sende ich ein da ich denke, dass dieses Gefühl was ich mit ihr, mit meiner Kunst übermittle viele Menschen betrifft. Insbesondere junge Menschen, wie ich, in deren Selbstfindung. Diese wird heutzutage durch die vorhandene Digitale Welt der sozialen Medien stark beeinflusst und schwieriger gemacht. Der ständige Konsum, die ununterbrochene Aufnahme von Informationen lässt uns endgültig in den Kreislauf geraten, uns ungenügend zu fühlen und somit eine Gefühlslage der Leere daraus zu bilden. Ich möchte mit meiner Fotoserie zeigen, dass keiner alleine ist mit diesem Gefühl, dass es nicht verwerflich ist so zu fühlen.