Hier präsentieren wir euch die ausgezeichneten Serien 2026.
Kategorie 15 bis 18 Jahre
Platz 1 - Gesichter einer Stadt
Mira
Begründung der Jury:
Es war die sehr persönliche und fotografische Umsetzung des Themas Migration, die die Jury von der Bildserie „Gesichter einer Stadt“ überzeugt hat. Mira hat Menschen mit unterschiedlichstem, kulturellem Hintergrund mit den Mitteln der analogen schwarz/weiß Fotografie porträtiert. Ihre kreative Vielfalt mit Doppelbelichtungen, Spiegelung, Schärfe/Unschärfe, Kontaktstreifen bzw. mit dem Filmmaterial individuell zu arbeiten und Menschen als auch Räumen zuzuordnen ist beeindruckend. Sie hat sich in ihrer Arbeit ausprobiert, und mit dem Material, das sie gesammelt hat, auf überzeugende Arbeit gespielt, die Bilder verbunden und somit eine in allen Punkten überzeugende Serie erstellt.
Dafür vergibt die Jury den ersten Preis in der Kategorie der 15 -18-Jährigen des Wettbewerbs Jugend fotografiert Deutschland 2026"
Platz 2 - A Youth Between Music and Identity
von Dilara
Die Fotografin: "Diese Fotoserie dokumentiert den Moment, in dem Musik mehr wird als nur Musik. Es wird zum Spiegel der eigenen Persönlichkeit. In der Jugend spielt Musik oft eine große Rolle, es ist der erste Ort, an dem man sich verstanden fühlt, bevor man sich selbst überhaupt ganz versteht."
Platz 3 - Momente im Display
von Fine
Die Fotografin: "Mit meiner Fotoserie möchte ich darstellen, wie wir wertvolle Momente heutzutage erleben. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele Situationen nicht mehr direkt wahrgenommen, sondern zuerst durch das Handy festgehalten werden. Ob beim Essen gehen mit Freunde, auf Konzerten, im Urlaub, oder sogar bei besonderen Anlässen wie einem Geburtstag steht die perfekte Aufnahme immer im Vordergrund. Die Bilder zeigen alltäglichen Szenen, in denen Menschen Momente fotografieren oder filmen, anstatt sie wertzuschätzen und wahrzunehmen. Der Blick richtet sich nicht mehr auf das Geschehen, sondern auf den Bildschirm. Diese wertvollen Erinnerungen werden später nicht als Erlebnisse, sondern eben nur noch als eines der tausenden Bilder in unserer Galerie betrachtet. Ziel der Arbeit ist es nicht unbedingt die Nutzung von Handys zu verurteilen, sondern bewusst zu machen, wie stark sie unseren Blick auf Situationen beeinflusst. Die Fotoserie regt dazu an, darüber nachzudenken, ob wir wirklich im Moment leben oder ihn nur bestmöglich dokumentieren wollen."
Kategorie 10 bis 14 Jahre
Platz 1 - Man sieht uns. Aber nicht uns.
Team: Emmanuel, Daniel, Farid, Chrenor
Begründung der Jury:
"Die Jury war sehr beeindruckt von der originellen Arbeit von Farid, Emmanuel, Daniel und Chrenor. Nicht nur zeigen uns ihre Fotografien eine persönliche, jugendliche Perspektive, sondern sie nehmen uns mit an einen Ort, der uns sonst verwehrt bleibt: eine Unterkunft für Geflüchtete. Um die Anonymität ihre Protagonist:innen zu wahren, bedienen sich die Fotografierenden eines verblüffenden Kunstgriffs. Ihre fotografierten Personen halten bunte Luftballons vor ihre Gesichter und genau dadurch verändert sich die Bildaussage dramatisch.
Die Ballons, die wir mit Partys, Feiern und Geburtstagen assoziieren, verleihen den Motiven einen Hauch von Buntheit, den man in diesem eintönigen Kontext nicht vermutet. Uns Betrachter lassen die Farbakzente inmitten der Tristesse mit einer gewissen Ambivalenz zurück. Wir fragen uns, was wir davon halten sollen und wie wir der Situation der Geflüchteten persönlich begegnen."
Platz 2 - Einsamkeit
Team: Nisa, Fiona, Tavi und Leia
Die Fotografinnen: "Unser Thema ist Einsamkeit. Mit unseren Fotos wollen wir Situationen des „Einsam sein“ darstellen. Das Thema ist uns wichtig, weil viele von dem Thema Betroffen sind. Niemand sollte alleine sein. Durch Einsamkeit können auch viele Probleme entstehen, Psychisch so wie auch Physisch. Wir wollen auch darauf aufmerksam machen, dass man einander hilft und auf Mitmenschen achtet. Die Einsamkeit bedeutet nicht nur alleine sein ohne weitere Mitmenschen, sondern es ist auch ein Gefühl das trotz umgebender Menschen entstehen kann, indem man sich der Personengruppe Emotional nicht zugehörig fühlt. Einsam sein ist kein schönes Gefühl. Vor allem nicht wenn man mal jemanden zum Reden braucht. In den Bildern stellen wir die Einsamkeit Personifiziert dar. Dies ist die Rolle der Person mit dem Schwarzen Anzug, welche alleine Draußen, im Park, oder in der Schule ist. Die einzigen Begleiter die die Einsame Person hat sind ihre Eltern."
Platz 3 - Kleine Alltagswunder der Natur
von Charlotte
Die Fotografin: "Es gibt so viele Wunder in der Natur die man im Alltag garnicht richtig wahrnimmt . Mal sind sie größer mal kleiner, aber alle wunderbar. Ich liebe die Natur mit ihren Ecken und Kanten, so wie sie ist und ihren kleinen Wundern die wir mehr wertschätzen sollten. Ich möchte mit diesem Beitrag zum Fotowettbewerb auf diese kleinen Wunder aufmerksam machen. Deshalb habe ich die Arche Lotte auf eine Reise geschickt, um ein paar Alltagswunder der Natur sichtbar zu machen und für die Zukunft zu bewahren."